Training EWE Läuft Fragen Carsten Niederberger

10 Fragen an Coach Carsten Niederberger

Hi! Stell dich kurz vor!

Hi, mein Name ist Carsten Niederberger, 38 Jahre alt und gebürtiger Schwabe, der vor inzwischen fast 9 Jahren nach Oldenburg gezogen ist.

Was macht das Laufen für dich aus? Was ist die Besonderheit des Laufsports?

Laufen ist für mich – wie auch das Radfahren und Schwimmen – zum einen der notwendige Ausgleich zum Berufsalltag. Beim Sport finde ich die wichtige Entspannung! Zum anderen bedeutet Sport für mich die Möglichkeit, immer wieder meine physischen und psychischen Grenzen auszuloten und mir immer wieder herausfordernde Ziele setzen zu können. Zu guter Letzt hält mich der Sport gesund, unterstützt das Immunsystem und ermöglicht mir auch dauerhaft im Beruf erfolgreich und leistungsfähig zu bleiben.

Wie kamst du zum Laufen?

Mein sportlicher Werdegang ist sehr vielfältig. Ursprünglich hatte ich als Schwimmer überhaupt keinen Bezug zum Laufen. Mit 14 bin ich dann zum Modernen Fünfkampf gewechselt, bei dem neben Schwimmen, Schießen, Fechten und Reiten auch Laufen eine Disziplin ist. Läuferisch habe ich mich in den ersten Jahren durch professionelles Training extrem verbessert, sodass ich mit 18 bei meinem ersten Weltcup-Rennen die 3.000m Cross in 8:55 Min. gelaufen bin. Nach dem Ende meiner aktiven Karriere im Modernen Fünfkampf, bin ich 2005 zum Triathlon gewechselt und habe mich direkt auf die Langdistanz spezialisiert. Dabei habe ich schnell gemerkt, dass mir die langen Strecken, bis hin zum Marathon, sehr liegen. Deshalb bin ich dem Triathlon auch bis heute treu geblieben.

Wie oft läufst du so? Wieviel Kilometer im Monat?

Ich laufe 5 x pro Woche. Monatlich sind das zwischen 200 und 250 Km. Dazu kommen 2-3 Radeinheiten, 2 Schwimmeinheiten und 1-2 Krafteinheiten.

EWE Läuft Coach Carsten Niederberger

Wie motivierst du dich?

Ich setze mir immer wieder neue, aber realistische Ziele. Da ich als ehrgeiziger Mensch nichts mehr hasse, als zu scheitern, reicht das schon fast aus als Motivation. Dazu kommt eine gewisse Eitelkeit, was das körperliche angeht 😉 Das ist schon Anreiz genug!

Hast du ein Lauf-Ziel? Was willst du erreichen?

Mein Ziel ist ganz klar! Ich will in den nächsten Jahren die Qualifikation für die Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii in meiner Altersklasse schaffen, nachdem mich im letzten Jahr ein technischer Defekt am Rad und in diesem Jahr das ausgefallene Schwimmen beim Ironman in Hamburg daran gehindert haben.

Welchen Tipp gibst du jedem Laufanfänger mit auf den Weg?

Eigentlich habe ich zwei Tipps, die ich für sehr wichtig halte:
Erstens: Setzt Euch ein realistisches Ziel! Sich am Anfang zu viel vorzunehmen und dann zu scheitern führt bei vielen dazu aufzugeben. Mit realistischen Zielen schafft Ihr Euch immer wieder Erfolgserlebnisse, die wiederum dazu motivieren, den nächsten kleinen Schritt anzugehen. Lasst Euch dabei von kleinen Rückschlägen nicht entmutigen! Rückschläge erfährt jeder Sportler, das ist unvermeidlich. Aufstehen, Krone richten, weitermachen 😉
Zweitens: Achtet auf Eure Gesundheit! Dazu gehört der jährliche Check beim Arzt auf Sporttauglichkeit genauso, wie der Kauf des für Euch passenden Laufschuhs. Lasst Euch dazu von einem Experten beraten – es gibt nichts Schlimmeres als ein Schuh, der orthopädische Fehlstellungen fördert anstatt diese auszugleichen! Das Ergebnis sind zwangsweise Schmerzen und Gelenkschädigungen.

Was war dein größter (Lauf-) Erfolg?

Mein größter Erfolg war der Weltmeistertitel im Modernen Fünfkampf 2002. Allerdings hat mich das Finish meines ersten Ironman 2007 in Zürich fast mehr geprägt, da dieser Wettkampf, was die reine Anstrengung angeht, bisher das härteste war, was ich im Sport erlebt habe.

Was ist dein nächster Wettkampf?

Gerade stand der Ironman Hamburg an, bei dem leider das Schwimmen aufgrund von Blaualgen im Wasser nicht stattfinden konnte. Als Nächstes geht es jetzt im September nach Südafrika zur Ironman 70.3 Weltmeisterschaft.

Wo würdest du gerne mal laufen, bist es aber bisher noch nicht?

Ich würde sehr gerne einmal den New York Marathon laufen, das muss ein wahnsinniges Erlebnis sein. Bisher hatte ich jedoch leider nie die Zeit, um ihn in meinem Wettkampfkalender unterzubringen. Mal sehn, was die Zeit so bringt!