LAUFEN IM SOMMER

Endlich ist es so weit – die tristen Tage des Jahres sind vorbei und die Sommersonne schiebt die graue Tristesse der Wintermonate mit all ihrer Kraft gen Horizont. Die Natur atmet auf. Genauso wie die meisten Menschen, die nach den vergangenen Monaten der Lockdowns und des Corona-Wahnsinns endlich wieder etwas Wärme spüren dürfen. Und weil es nicht gerade einfach ist, auf den Eisbecher mit Sahne und extra Schokosauce zu verzichten, sollte auch der Laufsport in den kommenden Wochen und Monaten nicht zu kurz kommen. Aus diesem Grund haben wir euch ein paar Tipps vorbereitet, die euch die körperliche Betätigung in der Sonne erleichtern sollen.

 

KÖRPER UND HITZE

Der Körper muss bei gesteigerten Außentemperaturen mehr Energie aufwenden, um die Körpertemperatur zu regulieren. Zunächst wird hierfür Blut in die Haut geleitet, wo Abkühlung durch Schwitzen und Verdampfung stattfindet. Dadurch ist logischerweise weniger Blut für den Transport von Sauerstoff vorhanden. Das wiederum wirkt sich auf unsere Leistungsfähigkeit aus – weniger Sauerstoff bedeutet nämlich auch, dass wir mehr Kraft aufwenden müssen, um gleichschnell oder schneller zu laufen. Zusätzlich verbrauchen wir durch das bereits erwähnte Schwitzen und Verdampfen viel Wasser und Elektrolyte (hauptsächlich Natrium), was uns leicht dehydrieren lässt. Dehydration bedeutet wiederum weniger Ressourcen für uns, um die angestiegene Körpertemperatur zu senken, was schnell in einem Leistungssenkenden Teufelskreis und mit Krämpfen enden kann. Was also tun, um in den kommenden Sommertagen nicht einzuknicken?

 

INTELLIGANTES ZEITMANAGEMENT

Don’t work hard – work smart! Eine der einfachsten Möglichkeiten im Sommer unnötige Energieverschwendung zu vermeiden, ist die richtige Auswahl der Trainingszeiten. Wer sich freiwillig entscheidet in der prallen Mittagssonne ein hochintensives Workout zu absolvieren, der muss sich auch auf eine entsprechende körperliche Belastung einstellen. Vielmehr lohnt es sich das Laufbein entweder am frühen Morgen oder etwas später am Abend zu schwingen. Zu diesen Zeiten sind auch an den heißesten Sommertagen die Temperaturen noch vergleichsweise niedrig und der Körper kann mit weniger Energie gleiche Leistung bringen.

 

LAUFEN, WO SCHATTEN IST

Auch das Laufen in der Natur tut im Sommer unglaublich gut – der aufgeheizte Asphalt der Stadtstraßen reflektiert die Hitze und macht das Laufen noch anspruchsvoller. Hierbei sollten lieber Wälder als präferierte Laufspots gewählt werden. Die frische Luft ist gut für die Lunge, das viele Grün sorgt für gute Laune und die hohen Bäume werfen Schatten, der dem Körper dabei hilft abzukühlen.

 

TRINKEN, TRINKEN, TRINKEN

Auch auf den Wasserhaushalt sollte geachtet werden, denn dieser wird im Sommer schon bei weniger schwierigen Aktivitäten beansprucht. Durch das viele Schwitzen verliert unser Körper nämlich nicht nur Flüssigkeit, sondern auch wichtige Elektrolyte wie Natrium, Sodium und Potassium. Es sollte also nicht nur vor einem Lauf, sondern über den gesamten Tag genug Wasser getrunken werden. Insbesondere während des Runs solltet ihr dann auf euren Körper hören – schwitzt ihr viel und bekommt dementsprechend Durst, solltet ihr versuchen die Flüssigkeitsaufnahme in das Training zu integrieren und eher zu elektrolythaltigen Sportgetränken greifen. Es gibt viele Möglichkeiten, die notwendige Flüssigkeit mitzunehmen. Der Markt bietet von der Flasche mit Handschlaufe bis hin zum ausgeklügelten Trinkrucksack sicher für jeden die passende Lösung! Oder ihr versteckt eine Flasche entlang eurer Laufroute.

 

SICHERHEIT GEHT VOR

Unsere Haut verdient Aufmerksamkeit – insbesondere, wenn sie im Sommer fiesen UV-Strahlen ausgesetzt ist. Das gilt nicht nur für Tage, an denen der Himmel blau und frei ist, sondern auch bei entsprechender Bewölkung. Und da Hautkrebs ein relevantes Thema ist, sollte man sie in den sonnigeren Monaten des Jahres entsprechend pflegen. Vor allem ist es hierbei wichtig auf Wasserresistenz zu achten, da der Schweiß die Sonnencreme schnell abtragen kann.

 

WENIGER IST MEHR

Wenn es um die Bekleidung geht, ist im Sommer eine gewisse Vorsicht geboten – da die Umgebung ohnehin schon heiß genug ist, sollte man hier auf leichte Laufbekleidung aus Funktionstextilien setzen. Auch was die Kopfbedeckung angeht ist weniger mehr: über den Kopf wird nämlich ein Großteil der Körperwärme abgegeben. Selbstverständlich ist diese Regel nicht in den Stein gemeißelt – immerhin kann man mit einer Kopfbedeckung bei langer Sonneneinstrahlung einem Sonnenstich vorbeugen.

 

Das waren einige unserer Tipps, damit ihr auch in hitzigen Situationen stets einen kühlen Kopf beim Laufsport bewahren könnt. Wir hoffen, wir konnten euch ein bisschen Aufklären und das Fundament für eine erfolgreiche Laufzeit im Sommer legen. Was sind eure Geheimtipps für die heißeren Monate des Jahres? Lasst es uns wissen – in der Facebook-Gruppe oder auf Instagram unter #eweläuft